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Russische Weihnachten

01.12.2017

Рождество - raschdißtwó

Fröhliche russische Weihnachten!

Roter Platz Moskau Winter

Roter Platz Moskau Winter

Wann wird gefeiert?

Russische Weihnachten haben ihren eigenen Flair. Statt am 24. und 25. Dezember feiern die russisch-orthodoxen Christen Heiligabend („Sochelnik“) und Weihnachten am 06. und 07. Januar. Die russisch-orthodoxe Kirche legt Feiertage nach dem alten julianischen Kalender fest. Die Differenz zwischen dem alten julianischen Kalender und den von anderen Kirchen genutzten neuen Kalendern (neo-julianisch und gregorianisch) beträgt derzeit 13 Tage. Aus diesem Grund feiert man in Russland Weihnachten nicht am 25 Dezember, sondern am 7. Januar.

Wie ist das mit der Fastenzeit?

Für streng Gläubige endet in der Nacht zum 07. Januar um 0 Uhr die 40 tägige Fastenzeit. Während dieser Zeit sind nicht nur diverse Lebensmittel tabu, sondern man soll auch nicht sündigen, nichts Böses tun und anderen verzeihen. Das Fasten wird als eine Art körperlicher und geistiger Reinigung verstanden und beginnt am 28. November.  Früher wurde das Fastenbrechen mit Sochivo, einem Gericht aus Mandeln, Mohn, Honig und Getreide, begangen. Sochivo ist ein rituelles alt-russisches Gericht, das auch an anderen Festtagen, wie Hochzeiten oder Taufen, zubereitet wird. Es symbolisiert Hoffnung, Unsterblichkeit, Erfolg, Glück und Ruhe.

Wie wird der Gottesdienst gefeiert?

Am Abend des 06. Januar beginnen die Feierlichkeiten mit einem langen, besinnlichen Gottesdienst und einer romantischen Lichterprozession.  Beim russisch-orthodoxen Gottesdienst in der Christ-Erlöser-Kathedrale in Moskau hält der Patriarch von Moskau und ganz Russland die Messe und wünscht den ca. fünf- bis sechstausend Gläubigen in der Kirche frohe Weihnachten. Der Gottesdienst beginnt am 6. Januar um 23 Uhr und endet am 7. Januar um 2 Uhr morgens. Dieser Gottesdienst wird von hohen Würdenträgern, Politikern und dem Präsidenten der Russischen Federation besucht und live im Fernsehen übertragen.

Am 07. Januar gehen die Menschen zur Frühmesse wieder in die Kirche. Anschließend wird im Familienkreis gefeiert.

Zur russischen Weihnacht werden neben christlichen Liedern auch viele Lieder zur Verehrung der Sonne und anderer Naturphänomene gesungen. Man wünscht sich zu Weihnachten eine reiche Ernte und glückliche Ehe.

Wann bekommt man die Geschenke?

Zur russischen Weihnacht gibt es übrigens keine Geschenke. Nach der Oktoberrevolution 1917 durfte man Weihnachten im religiösen Sinne nicht mehr feiern. In dieser Zeit entstand als Ersatz der Brauch, sich an Silvester gegenseitig zu beschenken. Statt Weihnachtsmann bringt „Väterchen Frost“ (Ded Moroz) die Geschenke gemeinsam mit seiner Enkelin „Schneeflöckchen“ (Snegurotschka). Erst im Jahr 1991 wurde Weihnachten in Russland wieder zum offiziellen Feiertag.

 

 

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